Vorhang, erster Akt: Unbedachte aber ehrliche Äußerung der persönlichen Überzeugung bzw Ansichten eines sog. Politikers im Zusammenhang mit Geschehnissen, die auf die Deutsche Geschichte, Kultur oder Bevölkerung bezogen sind OHNE dabei den Nationalsozialismus, die Täter-Generation oder die Mitläufer zu kritisieren. Es ist noch nichtmal notwendig sich positiv über derlei zu aüßern, es reicht bereits sich nicht negativ genug auszudrücken. Früher hätte man die Darstellung der eigenen Meinung ohen Rücksicht auf deren Popularität wohl noch als charakterliche Auszeichnung begrüßt. Heute ist man eher angehalten Rücksicht auf “die Opfer” zu nehmen. Wie sich die Zeiten ändern…
Zweiter Akt: Sturmlauf der Berufsmoralisten. Sie stürzen sich auf den, der es gewagt hat ihrer Sicht der Dinge öffentlich zu wiedersprechen, wie die Geier auf das Aas. Da ist kein noch so plumper Druck auf die Tränendrüse zu billig. Der von mir so geschätzte Zentralrat, der “Publizist” Ralph Giordano und sich beliebig abwechselnde Grüne erheben bedeutungsschwanger den Zeigefinger des Anstands und Urteilen, als hätten sie in ihrem ganzen nutzlosen und vergeudeten Leben noch nie eine Sünde begangen, ja, als wäre diese Bande von Mitläufern früher nicht sofort dabei gewesen, wenn es darum ging, sich in den Dienst der Obrigkeit und des Zeitgeists zu stellen.
Dritter Akt: Auftritt der Opfer. Sie dürfen selbstverständlich nicht fehlen im bundesrepublikanischen Theaterzirkus. Die Überlebenden des Holocausts und wenn es an denen gerade ermangelt, dann nehmen die Angehörigen der Opfer gerne die Rolle des sympathischen und moralisch über allem stehenden Nebenklägers ein. Sie sollen der medialen Öffentlichkeit den Rest geben und klar machen, wer hier Opfer und wer Täter ist. Ich wünschte sie würden einfach verschwinden…