Paroli Netzmagazin

Beiträge vom Dezember 2006

Pflügers Traum von Multikultopia

Dezember 27, 2006 · 12 Kommentare

Die Kapitäne der Multikulti-Titanic halten unverblümt am Kollisionskurs gen Eisberg fest. Mit etwas Verspätung und versehen mit einer leichten Brise roth’scher Dekadenz hat CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger, wohl leicht benebelt durch weihnachtliche Nächstenliebe und durch gemäß der Jahreszeit und den damit verbundenen Kirchenbesuchen vermutlich einer Inzensation mit problematischen Nebenwirkungen ausgesetzt, einen superlativen Vorschlag hervorgebracht. So frohlockte Pflüger, man könne doch Migrationsprobleme in Berlin „in Zusammenarbeit mit türkischstämmigen Autoritäten lösen“.

Als ich zum ersten mal die Worthülsen „türkischstämmige Autoritäten“ las, musste ich kurzweilig meinen Lesefluss stoppen, wollte ich doch verstehen können, wem Pflüger da so vorschweben könnte. Mit den üblichen Verdächtigen wie „Sido“ oder „50Cent“ konnte ich jedoch nur die „Autoritäten“ abdecken, nicht jedoch die „türkischstämmigen“. Ich hatte also schon zu diesem frühen Zeitpunkt Probleme, Pflügers Vorstellungen zu imaginieren. Ich wollte Pflügers Vorschlag jedoch nicht frühzeitig zu einem verspäteten Aprilscherz oder zum Opfer des zu dieser Jahreszeit erhöhten Alkoholkonsums erklären, weshalb ich mir den nächsten seiner Vorschläge anschaute.

Friedliche Muslime

Demnach sollen in Pflügers Multikultopia vor allem „deutsch-türkische Eliteeinrichtungen“ eine wichtige Rolle spielen. Meine ersten Gedanken eines Dipl. Dönerverkäufers gaben sich jedoch schnell als kleiner Scherz meines gerne autonome Züge annehmenden Verstands preis. Einen illustren, jedoch an Wahrheitsgehalt nicht weniger wertvollen Kommentar gab jemand unter dem im Tagesspiegel erschienenem Artikel ab. So fragte sich Kommentator „Reconquista“, ob man denn dann die zukünftigen Studenten einer „deutsch-türkischen Eliteuni“ aus der Oberschicht der Türkei importieren würde, da sie mit den sich momentan in Deutschland befindlichen Anatoliern wohl kaum zu bemannen sein würde.

Neben obigen Forderungen fügte Pflüger die mittlerweile zum Dauerbrenner gutmenschlicher Politik avancierten Lehrer sowie Polizisten türkischen Ursprungs ein, ja sogar von einem türkischen „Privat-Gymniasum“ träumt es ihm. Vielleicht sollte man Herrn Pflüger einmal nahe legen, dass es ihm in der Türkei durchaus besser gefallen könnte, als in Deutschland? Spender für ein Flugticket würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit finden lassen. Ich glaube ja insgeheim, dass diese ganzen lächerlichen Vorhaben unserer Regierung lediglich aus einer Wette herausresultieren, die alle Abgeordneten auf einer internen Weihnachtsfeier im Suff abgeschlossen haben. So viel Dekadenz vereint in nur einer einzigen Person vermag nichteinmal Nietzsche in Worte zu fassen.

Doch nunmehr Spaß bei Seite. Die Vorhaben bezüglich multikultureller Handhabungen der CDU in letzter Zeit zeigen nur zu deutlich, dass auch die letzte, große Volkspartei zu einem Vasallen des roth’schen Hirnschwunds geworden ist und somit zumindest in dieser Hinsicht die selben Ziele wie SPD, Grüne und sonstigen, antideutschen Konsortien verfolgt. Letzte konservative Lebenszeichen aus Bayern durch Edmund Stoiber stellen lediglich noch bauernfängerei derer dar, denen noch das letzte bischen Mut fehlt, endlich national zu wählen!

Quelle: Tagesspiegel

Kategorien: Inland

Politischer Voyeurismus – Eine neue Form der Lobbyarbeit

Dezember 26, 2006 · 2 Kommentare

Die Tatsache, dass Unternehmen intentional versuchen ihre Interessen in gesetzgebende Verfahren einzubringen, hat durch eine Reportage der Sendung „Monitor“ des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ungeahnte Größe angenommen. So kam man laut eigener Aussage einer völlig neuen Form des Lobbyismus auf die Spur, deren wahren Dimensionen man nur mutmaßen kann. Ich schlage für folgenden Sachverhalt die metaphorische Bezeichnung „politischer Voyeurismus“ vor.

So musste man laut Monitor im Zuge der Berichterstattung feststellen, dass in fast allen Bundesministerien „Leiarbeiter“ aus den größten und einflussreichsten, deutschen Unternehmen tätig sind. Sie sitzen „Tür an Tür mit Beamten“, schreiben gar „an Gesetzen mit“ und werden „von der Wirtschaft bezahlt“, so Monitor. So ist unter anderem von Siemens, Daimler Chrysler, der Lufthansa und der Deutschen Bank die Rede, welche die ihnen jeweils nahestehendsten Ministerien mit für sie tätigen Lobbyisten unterwandert haben sollen. Laut Monitor sollen es insgesamt über 100 Mitarbeiter sein, die für Industrie und Verbände in den Bundesministerien tätig sind.

Erschreckend dabei ist auch die Haltung der Bundesregierung Monitor gegenüber, die anfang August auf Anfrage lediglich von „einzelnen Leiarbeitern“ sprach, danach jedoch die Befürchtungen, es handle sich um weitaus mehr als 100, bestätigte. So standen vor allem im Bundeverkehrsministerium seit Jahren die Türen für Lobbyisten „weit offen“ – wie Monitor an einem existenten Fallbeispiel feststellte auch für einen Mitarbeiter von Daimler Chrysler, welchen man seitens der Bundesregierung gegenüber den Parlamentariern sowie Monitor jedoch komischerweise verschwieg. Laut Recherchen hatte besagter Mitarbeiter 2002 einen eigenen Schreibtisch im Ministerium sowie Zugang zu internen Dokumenten. Dies bestätigte auch Politologe Niels Ehlers, welcher dem Lobbyisten von Daimler Chrysler im Ministerium gegenübersaß. So lies er sich laut Aussage Ehlers desöfteren speziell für den internen Gebrauch ausgewiesene Dokumte zukommen, habe diese „kopiert“ und „offensichtlich auch mit nach Hause genommen“.

Wie Monitor feststellte, war der im Bundesverkehrsministerium tätige Mitarbeiter von Daimler „kein gewöhnlicher“, sondern „Leiter der Abteilung Konzernstrategie / Verkehrspolitik“. Anhand eines dem Ausmaß eine neue Gestalt gebendem Beispiel bezüglich der LKW Maut zeigt Monitor auf, welch ausübende Macht dabei von einem einzelnen Lobbyisten augehen kann. So saß besagter Abteilungsleiter im April und Mai 2002 im Verkehrsministerium, als dort genau zu diesem Zeitpunkt der Milliardenauftrag für die LKW-Maut vergeben wurde. Natürlich gehörte dabei auch Daimler Chrysler zu einem Bewerberkonsortium und zu ausbleibender Überraschung bekam dieses letzendlich den Auftrag.

In einem zweiten Beispiel benennt Monitor einen bekannt gewordenen Fall im Gesundheitsministerium, in welchem ein für die Deutsche Angestelltenkrankenkasse tätiger Mitarbeiter mit eigenem Büro und Kopierer wieder „nicht für die Öffentlichkeit gedachte“ und „streng vertrauliche“ Informationen und Unterlagen an seinen wirklichen Arbeitgeber weitergab. Volker Beck von den Grünen stellte in einem Interview mit Monitor richtigerweise fest, dass wenn es sich tatsächlich als richtig erweisen sollte, „dass Presse wie Parlament unrichtig unterrichtet wurden und womöglich sogar vorsätzlich“, es sich um einen handfesten Skandal handeln würde, welcher meines Erachtens in der Größenordnung einer Watergate-Affäre anzusiedeln wäre, in welcher es größtenteils ebenfalls um Missbrauch von Regierungsvollmachten und Lobbyismus ging.

Der Bundesrechnungshof wurde zwar bereits informiert und hat auch erste Untersuchungen eingeleitet, ist jedoch nach Bekanntwerden dieser neuen Form von Lobbyismus meiner Meinung nach ebenfalls nicht völlig von Neutralität freizusprechen, bleibt doch nun ein übler Nachgeschmack, dass Unternehmen und andere Interessengemeinschaft dort ebenfalls ihre Mitarbeiter haben könnten. So gestand die Bundesregierung ein, dass bereits 4 externe Mitarbeiter direkt in der Gesetzgebung involviert sind, zwei weitere seien sogar als Referatsleiter tätig, laut Monitor also „weit oben in der Entscheidungskette“.

Somit steht fest, dass bestimmte Industriezweige, Firmen, Verbände oder sonstige, womöglich auch religiöse Interessengemeinschaften, direkte Einwirkung auf legislative Entscheidungsprozesse besitzen und so unmittelbar politische Rahmenbedingungen steuern können. Ich denke ich bin nicht der einzige der vermutet, dass mit diesem Bericht von Monitor lediglich die Spitze eines Eisbergs freigeschaufelt wurde. Ich möchte nicht wissen, wie lobbyistisch durchwandert sämtliche Gremien, die komplette Beraterlandschaft der Ministerien und sonstigen Bundesanstalten, aber auch die „öffentliche Presse“ ist.

Schaut man sich die 691 Seiten(!) lange, sogenannte „Lobbyliste“ des Bundestags an (siehe Quellen), lässt sich leise Erahnen, wie groß der Eisberg sein mag. Die „öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern„ wird jährlich im Bundesanzeiger veröffentlicht. Neben Sitz und Adresse des Interessenverbands sind dort zudem die Geschäftsführung sowie der Vorstand, die Mitgliederzahl, die Anzahl der angeschlossenen Organsiationen, ja sogar der „Interessenbereich“ kurz und knapp aufgelistet. Natürlich sind dort nur die öffentlichen tätigen Lobbyisten festgehalten, die Dunkelziffer dürfte weitaus interessanter sein.

Man kann anhand der USA, in welcher schon lange eine neue Art des Fundamentalismus herrscht, welcher sich aus trojanisch agierenden Interessenverbänden zusammensetzt, welche dem auf Kriegsfuß stehendem Staat dienlich gegenüber stehen und sogar von diesem selbst unterhalten werden, paradigmatisch erkennen, wie weit es kommen könnte, sollten sich Lobbyisten noch tiefer in die legislativen und dezidierenden Grundstrukturen der BRD festsetzen können. Die Konzerne, Manager und Vorstände sollten sich bewusst werden, wer tagtäglich zu immer schlechteren Bedingungen das Geld für die Superbonzen heranschafft und wer letztendlich die Konsumenten ihrer Produkte sind. Frägt sich, wem der Globalismus hier „wirklich“ nützt. Es wird Zeit, dass endlich einmal Lobbyarbeit für das Volk betrieben wird!

Danke an unseren aufmerksamen Leser „test„, der uns diese Information zukommen lies

Quellen: Bundestag Lobbyliste, WDR Monitor

Kategorien: Inland · Wirtschaft

NRW mortifiziert Artikel 13 des Grundgesetzes!

Dezember 25, 2006 · 5 Kommentare

Es ist so weit, Nordrhein-Westfalen unternahm gestern den ersten Schritt hin zum totalitären Überwachungsstaat. Von der Presse völlig ignoriert verabschiedete mit einer Mehrheit aus CDU und FDP der Landtag Nordrhein-Westfalen am 20.12.2006 eine Gesetzesänderung, welche dem Verfassungsschutz in Zukunft mehr Befugnisse einräumen wird. Das Gesetz besagt ganz im Sinne schäubli’schen Wunschdenkens, dass dem Verfassungsschutz von nun an erlaubt sein wird, Festplatten von Endverbrauchern in deren heimischen Wohnung auszulesen. Letzte Bemühungen der SPD, einen Änderungsantrag einzureichen, scheiterten vergebens. Als „gute Lösung“ abgetan erwiderte CDU-Politiker Peter Biesenbach gegenüber den Bedenken der SPD, dass „alle Argumente bereits ausgetauscht seien“.

Karsten Rudolph von der SPD sieht hier eine klare Verfassungswidrigkeit und monierte, „Das Auslesen von Festplatten ist ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte, staatlich organisierter Hausfriedensbruch„. Monika Düker von den Grünen sieht mit dieser Gesetzesänderung laut eigener Aussage gar eine Gefahr für den Rechtsstaat. Ganz entgegen der Auffassung der SPD lobte Innenminister Ingo Wolf von der FDP die Änderung und titulierte sie gar als „Quantensprung“. „Der Verfassungsschutz müsse auf Augenhöhe mit Leuten sein, die Böses im Schilde führen“, so Wolf weiter.

Artikel 13 des Grundgesetzes, wörtlich die „Unverletzlichkeit der Wohnung“, in welchem sich der Staat selbst dazu verpflichtet, nicht gewünschtes Betreten der Wohnung oder Verletzen des Schutzbereiches zu verhindern (siehe Hausfriedensbruch), wird somit faktisch zumindest teilweise außer Kraft gesetzt. Wie dies mit einer freiheitlichen Demokratie vereinbar ist, bleibt offen. Dies ist ein klarer Einschnitt in die Rechte des Datenschutzes, der informellen Selbstbestimmung sowie der Privatsphäre, da durch das direkte Eindringen über den Computer in die Wohnung des „Verdächtigen“ krasse Einschnitte vom schon in der Nationalhymne propagierten „Recht & Freiheit“ stattfinden. Auch wenn kein körperliches Eindringen in die Wohnung stattfindet, werden sensible Daten, die heutzutage nunmal auf Computern abgespeichert sind, gesammelt werden können und Erlauben in manchen Fällen je nach Grad des Informationsgehalts sogar das Erstellen eines geistigen Simulakrums.

Zusammen mit der Vorratsdatenspeicherung, Rasterfahndung, Gesundheitskarte, Abhören von Email sowie Telefon, RFID-Chips in sämtlichen diebstahlgesichtern Waren aller Art, IMSI-Catcher für Mobiltelefone, Data-Mining, biometrische Datenbanken und vielem mehr sind wir vom orwell’schen Überwachungs- und Präventionsstaat nicht mehr weit entfernt – die Karlsbader Beschlüsse sowie die Mainzer Zentraluntersuchungskommission waren vermutlich nur die frühen Vorreiter dessen, was in den wirren Köpfen eines Schäuble und Co. herumschwirrt.

Die sozialen sowie politischen Folgen bei der Anstrebung eines Überwachungsstaates sind katastrophal – da man als Bürger nicht wissen kann, welche Informationen oder Daten über sich selbst gespeichert werden, wird erzielt, dass viele ihr Verhalten aus Prävention anpassen werden – gezielte Konditionierung, womit gegen die individuelle Freiheit gerichtete Ziele vom Staat selbst legalisiert werden. Somit wird ein Prozess in Gang gesetzt, welcher sich dem Überstülpen bestimmter Strukturen zuwendet und der Selbstbestimmung zuwider läuft.

Es macht ganz den Anschein, als litten unsere Politiker unter starkem Feindentzug. Während der Einfluss der Regierung sinkt und die Demokratie zu schwinden droht, versucht man vehement und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, durch eine dem Bürger vermittelte Atmosphäre der Bedrohung einen dem Sicherheitsfaschismus hingebenden Staat aufzubauen, um sich selbst in der gesetzgebenden Verantwortung halten zu können. Will man etwa so von persistenten Problemen wie dem wirtschaftlichen Ruin vieler Großstädte und dere gleichzeitigen Verfall, einer immer größer werdenden Zahl von Arbeitslosen und Armen, ja eventuell sogar von einem nicht mehr kontrollierbare Globalismus ablenken?

Es wird definitiv jetzt Zeit, dass der Deutsche die hierarchischen Verwaltungsapparate hinterfrägt und ihnen gegenüber eine klar ablehnende Haltung einnimmt, denn Nordrhein-Westfalen wird mit großer Wahrscheinlichkeit kein Einzelfall bleiben.

Quelle: Landtag NRW

Kategorien: Inland

2007 wird düster

Dezember 24, 2006 · 2 Kommentare

Die Silvesterstimmung in diesem Jahr dürfte eher gelassen ausfallen, schenkt man dem Umfrageergebnis des Meinungsforschungsinstitut Emnid glauben. Bei Emnid resultierte aus einer Befragung, dass sich für das Jahr 2007 nur lediglich 25% der Deutschen eine Verbesserung versprechen, was einen Verlust von 4% im Vergleich zu 2006 bedeutet. Ganze 31% befürchten gar, dass es ihnen 2007 schlechter gehen wird, als es im Jahr 2006 der Fall gewesen ist. So führte man diese Befragung in 60 Nationen durch, wobei Deutschland einen erschreckenden, 51. Platz belegte – „wenigstens noch vor dem Irak“, möchte man meinen…

Doch wen wundert diese Entwicklung? Der „Bundeserband für Verbraucherzentralen“ prognostizierte für das Jahr 2007, dass den Deutschen im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung sowie weiteren Mehrbelastungen satte 24 Millarden Euro weniger zur Verfügung stehen werden, was bedauerlicherweise bei einer pro-Kopf Auteilung für manche schon fast ein Monatseinkommen weniger bedeutet.

Doch nicht nur die MwSt schlägt zu Buche, nein auch die Versicherungssteuer, die Streichung der Pendlerpauschale sowie die Beitragserhöhungen der Kranken- und Rentenversicherungen – um nur die wichtigsten zu nennen – werden dem Steuerzahler noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen wissen. Zurück bleibt ein von übergroßer Skepsis geprägtes, antiutopisches Zukunftsbild in den Köpfen der Deutschen, die mit einem 51. Platz dem neuen Jahr keineswegs optimistisch entegegensehen. 8,5 Millionen (wahre) Arbeitslose, beinahe 7 Millionen an der Armutsgrenze, Kindermangel und immer düster dreinblickendere Kriminalstatistiken lassen einem hierbei auch nicht gerade viel Freiraum, dem Leben von Otto Normal noch etwas positives abzugewinnen – „Optimismus“, wohl jetzt schon ein heißer Kandidat für das Unwort des Jahres 2007.

Erschwerend kommt hinzu, dass durch die degressive Kaufkraft dem Arbeitsmarkt wohl kein sehr großer Gefallen getan worden ist. Auf der anderen Seite fahren Großkonzerne Rekordgewinne ein und Börsenkurse erfreuen sich eines drastischen Anstiegs, wenn Manager ankündigen, Arbeitsplätze abzubauen. Manager und Vorstände kassieren unverhältnismäßig hohe Abfindungen in Millionenhöhe, wiederum andere schwadronieren bei Sabine Christiansen, dass Freitagsabends um 22 Uhr in der Firma noch das Licht zu brennen habe.

Doch warum auch soll es dem Deutschen besser gehen, wählt er doch seinen Schächter und Ausnehmer alle 4 Jahre immer wieder aufs Neue selbst! In diesem Sinne, Frohe Weihnachten! (Liebe Leser muslimischen Glaubens, bitte nicht diskriminiert fühlen)

Kategorien: Inland · Wirtschaft

Israels Krieg und dessen Folgen

Dezember 23, 2006 · 3 Kommentare

Um dem in der Weihnachtsrede von Jürgen Köhler geäußerten Appell an die „Verantwortung des einzelnen Bürgers“ in Multikultopia gerecht zu werden, mache ich einmal mehr von dieser „Verantwortung“ gebrauch, um auf einen Artikel von Aljazeera aufmerksam zu machen. Wie nämlich dort berichtet wird, beschuldigt der palästinensische Umweltminister Yussef Abu Sofia das israelische Militär, in den von Israel okkupierten Gebieten „verbotene, chemische Waffen“ gegen die Bevölkerung Palästinas eingesetzt zu haben. Wie laut Abu Sofia wissenschaftliche Laboratoruntersuchungen ergaben, setzte die IDF (Israel Defense Force) nicht erlaubte Waffen chemischen Ursprungs sowie Waffen mit Uranmunition ein.

Diese Urangeschosse sind in der Lage, einem menschlichen Körper erhebliche, chemische Vergiftungen zuzufügen, was auf deren Radioaktivität sowie toxischen Wirkung zurückzuführen ist. Über einen längeren Zeitraum der Wirkung dieser Munition ausgesetzt, kann es zu schweren, körperlichen Folgeschäden wie Krebs sowie zu einer Schädigung des menschlichen Erbmaterials kommen. Die internationale Ärztevereinigung „International Physicians for the Prevention of Nuclear“, kurz (IPPNW), welche unter anderem 1985 den Friedensnobelpreis für „sachkundige und wichtige Informationsarbeit„ bekam, sieht in der Uranmunition eine weitaus höhere Gefahr, als man ihr bislang zugestanden hatte.

Laut IPPNW führt diese Munition zu Krebserkrankungen sowie Missbildungen und wird ebenfalls für Folgeschäden wie das Golfkriegssyndrom (erhöhte Müdigkeit und Erschöpfungszustände, Gelenk- und Muskelschmerzen, Drüsenschwellungen, Schwindel, Erbrechen und Diarrhöe, Lähmungen, Haar- und Zahnausfall, Sehstörungen und Gedächtnisschwund, Depressionen, Gedächtnisprobleme, Störungen der kognitiven und emotionalen Funktionen sowie Missbildungen bei Neugeborenen) verantwortlich gemacht.

Doch auch vor der Natur machen die Nachwirkungen von Uranmunition nicht halt. Laut einer Studie der „Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft“ wird im Boden angereichertes Uran durch biologische Vorgänge für Pflanzen aufnehmbar. Die neueste Studie des „Forschungszentrums Rossendorf“ von 2006 untersuchte, welche Wirkung Uranmunition auf landwirtschaftlich genutztem Boden hat. So kam man zum Ergebnis, dass sich metallisches Uran an seiner Oberfläche in ein Uransalz umwandelt und so über bestimmte Prozesse in Pflanzen und Grundwasser eindringen kann.

Als „lebender Beweise“ für die schädliche Wirkung von Uranmunition gilt unter anderem die die Gegend rund um die Schnellstraße von Basra nach Bagdad, auf welcher im Golfkrieg mehrere Hundert irakische Panzer mit eben dieser Munition beschossen wurden. Die US Army selbst kam durch eigene Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass die komplette Gegend einer starken Kontamination ausgesetzt ist.

Abu Sofia warf Israel jedoch nicht nur die Benutzung dieser Munition vor, sondern auch die intensionale Verunreinigung palästinensischer Wasserreservate mit verschiedenen, chemischen Stoffen. Abu Sofia wörtlich: „Israel transportierte große Mengen chemischer Produkte auf palästinensisches Territorium und verschmutzte das Grundwasser erheblich“. Er fügt hinzu, dass „die gezielte Zerstörung der Umwelt“ in den von Israel okkupierten Gebieten immer noch anhalten würde. So benannte Abu Sofia die gewollte Entwurzelung von über 2 Millionen Bäumen, davon alleine 500.000 Olivenbäumen, durch israelisches Militär.

Diese Missstände sind dem Umweltprogramm der EU, kurz „UNEP“, sowie der Internationalen Atomenergieorganisation, kurz „IAEO“, bekannt. Forderungen an Israel, die willentliche Zerstörung der Umwelt auf palästinensischem Boden sofort zu stoppen, wurden seitens Israel abgelehnt. Hinschwert kommt hinzu, dass durch den Bau der 650km langen „Apartheid-Mauer“ inmitten der West Bank, von welcher bereits 145km fertiggestellt sind, ein erheblicher Eingriff in die Flora und Fauna des Gebietes geschieht (von den Folgeschäden der dort lebenden Palästinenser ganz zu schweigen). Siehe Bild (mehr davon auf StopTheWall.com)

4-5-512-205

Dass Israel diese Munition und Waffen besitzt und auch einsetzt und somit erhebliche Folgeschäden der Natur und der Bevölkerung Palästinas und des Libanons in Kauf nimmt, ist längst kein Geheimnis mehr, zumal die Benutzung seitens Israel bestätigt wurde. Wie in der jüdischen Zeitung Haaretz zu lesen war, bestätigte mitte Oktober 2006 der israelische Minister für „Knesset Relations“ die Benutzung von Phosphorbomben sowie Phosphormunition.

Es ist für mich unverständlich und absolut nicht nachzuvollziehen, wie Israel einen öffentlichen Völkermord an den Palästinensern begehen kann, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Ich finde es grenzt an Monströsität, wenn sich bestimmte, pro isralische“ Schmierblätter hinstellen, um sich gemeinsam mit ihren jüdischen Freunden über Moslems in aller Welt auszulassen, gleichzeitig aber ein Loblied auf die Schandtaten Israels einstudiert.

Das, was Israel in Nahost anstellt, ist an Abscheulichkeit nicht zu überbieten. Freilich gibt es in Deutschland ein Problem mit bestimmten, vor allem türkischen Migranten, dies legalisiert jedoch nicht dazu, über israelische Apartheid einen Mantel des Schweigens zu legen. Jedem Volk und jeder Kultur dieser Welt muss unwiderruflich das Recht zu Teil werden, im Sinne der Autarkie und im Sinne des nationalen Sozialismus unabhängig und frei leben zu können. Wenn sich jedoch bestimmte, zionistische Interessen in diesen Selbstverwirklichungsprozess einmischen – und das ist nicht nur in Nahost, sondern beinahe überall der Fall – muss es klar Reaktionen geben! Kulturelle Eigenart muss geschützt werden, in Deutschland sowie in Palästina! Hier ist keine Ausnahme zu machen, auch nich für Juden!

Quellen: Aljazeera, StopTheWall.com, Haaretz

Gruß,
Dissident

Kategorien: Ausland