Die Kapitäne der Multikulti-Titanic halten unverblümt am Kollisionskurs gen Eisberg fest. Mit etwas Verspätung und versehen mit einer leichten Brise roth’scher Dekadenz hat CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger, wohl leicht benebelt durch weihnachtliche Nächstenliebe und durch gemäß der Jahreszeit und den damit verbundenen Kirchenbesuchen vermutlich einer Inzensation mit problematischen Nebenwirkungen ausgesetzt, einen superlativen Vorschlag hervorgebracht. So frohlockte Pflüger, man könne doch Migrationsprobleme in Berlin „in Zusammenarbeit mit türkischstämmigen Autoritäten lösen“.
Als ich zum ersten mal die Worthülsen „türkischstämmige Autoritäten“ las, musste ich kurzweilig meinen Lesefluss stoppen, wollte ich doch verstehen können, wem Pflüger da so vorschweben könnte. Mit den üblichen Verdächtigen wie „Sido“ oder „50Cent“ konnte ich jedoch nur die „Autoritäten“ abdecken, nicht jedoch die „türkischstämmigen“. Ich hatte also schon zu diesem frühen Zeitpunkt Probleme, Pflügers Vorstellungen zu imaginieren. Ich wollte Pflügers Vorschlag jedoch nicht frühzeitig zu einem verspäteten Aprilscherz oder zum Opfer des zu dieser Jahreszeit erhöhten Alkoholkonsums erklären, weshalb ich mir den nächsten seiner Vorschläge anschaute.

Demnach sollen in Pflügers Multikultopia vor allem „deutsch-türkische Eliteeinrichtungen“ eine wichtige Rolle spielen. Meine ersten Gedanken eines Dipl. Dönerverkäufers gaben sich jedoch schnell als kleiner Scherz meines gerne autonome Züge annehmenden Verstands preis. Einen illustren, jedoch an Wahrheitsgehalt nicht weniger wertvollen Kommentar gab jemand unter dem im Tagesspiegel erschienenem Artikel ab. So fragte sich Kommentator „Reconquista“, ob man denn dann die zukünftigen Studenten einer „deutsch-türkischen Eliteuni“ aus der Oberschicht der Türkei importieren würde, da sie mit den sich momentan in Deutschland befindlichen Anatoliern wohl kaum zu bemannen sein würde.
Neben obigen Forderungen fügte Pflüger die mittlerweile zum Dauerbrenner gutmenschlicher Politik avancierten Lehrer sowie Polizisten türkischen Ursprungs ein, ja sogar von einem türkischen „Privat-Gymniasum“ träumt es ihm. Vielleicht sollte man Herrn Pflüger einmal nahe legen, dass es ihm in der Türkei durchaus besser gefallen könnte, als in Deutschland? Spender für ein Flugticket würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit finden lassen. Ich glaube ja insgeheim, dass diese ganzen lächerlichen Vorhaben unserer Regierung lediglich aus einer Wette herausresultieren, die alle Abgeordneten auf einer internen Weihnachtsfeier im Suff abgeschlossen haben. So viel Dekadenz vereint in nur einer einzigen Person vermag nichteinmal Nietzsche in Worte zu fassen.
Doch nunmehr Spaß bei Seite. Die Vorhaben bezüglich multikultureller Handhabungen der CDU in letzter Zeit zeigen nur zu deutlich, dass auch die letzte, große Volkspartei zu einem Vasallen des roth’schen Hirnschwunds geworden ist und somit zumindest in dieser Hinsicht die selben Ziele wie SPD, Grüne und sonstigen, antideutschen Konsortien verfolgt. Letzte konservative Lebenszeichen aus Bayern durch Edmund Stoiber stellen lediglich noch bauernfängerei derer dar, denen noch das letzte bischen Mut fehlt, endlich national zu wählen!
Quelle: Tagesspiegel
