Ich wünschte es gäbe für jeden Gedanken eine perfekte Definition, um einen bestimmten Sachverhalt in einem oder mehreren Wörtern in seiner einheitlichen Gesamtheit erfassen zu können. Man könnte sich wohl mühselige Texte sparen und auch dieser Blog wäre dann überflüssig. Leider jedoch mangelt es an diesen linguistischen Möglichkeiten, da wie einst Wittgenstein schon diagnostizierte, die Sprache das Denken auf das reduziert, was sie auszudrücken vermag. Und genau aus diesem Grund sehen sich ich und viele anderen, nationalen Weltnetzseiten tagtäglich dazu gezwungen, aufklärende Texte zu verfassen, die den Menschen genau das aufzeigen sollen, was sie selbst nicht in der Lage sind, zu Erkennen. Als ich heute den Artikel „Das Problem ist die generalisierende Kritik am Islam“ auf SPIEGEL Online laß, sah ich mich abermals dazu gezwungen, exakt dies zu tun.
Wie sicherlich schon viele bemerkt haben, ist das Paroli Netzmagazin kein Freund der „Political Correctness“. Dass es überhaupt soetwas wie „politische Korrektheit“ gibt, lässt vermuten, dass man bestimmte Themen vorsichtig genießen und am besten mit Samthandschuhen anfassen sollte, was sie automatisch und voreingenommen unter „Schutz“ nimmt und beinahe unantastbar in Bezug auf Kritik macht. Vermutlich weiß die Regierung um den Bockmist, den sie verzapft, weshalb sie prophylaktisch und undemokratisch novelliert und etwa ein „Anti-Diskriminierungsgesetz“ aus dem Hut zaubert, bevor man das Volk auf das kommende „Jahr der Integration“ loslässt.
Die Benennung von 2007 nach „Jahr der Integration“ lässt vermuten, dass die in den letzten Jahren vorangeschrittene Zersetzung des deutschen Volkes erst die Einleitung eines großen Buches der Multikulti-Oligarchen zu sein scheint. Für Innenminister Wolfgang Schäuble scheint das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen um einiges besser zu sein, als es von der ach so rechten Medienlandschaft interpretiert werden würde. Grund für Schäuble zu dieser Annahme ist die nun doch stattgefundene Oper „Idomeneo“, auf welcher sich ebenfalls hochranginge Vertreter islamischer Interessengemeinschaften blicken liesen. Nun gut, wer würde auch erwarten, dass 3 dieser hochrangingen Türken in Anzug und Krawatte nach Beendigung der Oper Schäuble zusammenschlagen und ihm des Handys berauben würden? Dass Schäuble dieses Beispiel als ein Zeichen der gelungenen Integration verkaufen will zeigt auf, wie Intelligenzresistent er inzwischen zu sein scheint. Irgendwie kommt es mir so vor, als würde Dummheit heutzutage nicht mehr als schlechte Eigenschaft angesehen, welche es gilt, so gut wie möglich zu kaschieren – nein, offensichtlich trägt man sie heute vor allem im Kreise der Politik wie ein Ehrenbanner vor sich her.
Der nordreinwestfählische Integrationsminister Armin Laschet äußerte gegenüber dem Spiegel, dass die Erkenntnis, dass der Islam ein Teil Deutschlands geworden sei, bei vielen erst dieses Jahr Einzug gefunden hätte. Richtig, Herr Laschet! Spätestens wenn man sich heutzutage als Deutscher bei alltäglichen Dingen wie Einkaufen oder Busfahren so fühlen muss, als seine man inmitten eines muslimischen Pilgerpulks in Mekka, ja spätestens dann begreift auch der letzte Idiot, dass der Islam inzwischen weitaus mehr als nur ein Teil Deutschlands geworden ist!
Desweiteren ist es für Laschet ein Problem, dass viele Muslime nur schlechtes Deutsch sprechen würden und somit nicht in der Lage wären, ihre Religion auf „hohem Niveau“ zu erklären. Erstens sollte vielleicht jemand Herr Laschet sagen, dass viele von dieser Primitivität in Perfektion überhaupt nichts wissen möchten und zweitens macht es denke ich keinen Unterschied ob Ali gutes oder schlechtes Deutsch spricht, während er sich auf einem Raubzug durch Kreuzberg befindet.
Und da wir wie ich schon ansprach nur noch wenige Tage vom „Jahr der Integration“ entfernt sind, machte Maria Böhmer, CDU-Politikerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerpolitik und Integration, gleich einen super Vorschlag. Sie stellte zwar fest, dass es überall Multi-Kulti gäbe (Respekt für diese außerordentliche Wahrnehmungsfähigkeit), vermisse ihn jedoch im Fernsehen. Es wird uns in Zukunft wohl also nicht nur zugemutet die Überfremdung vor der eigenen Haustür miterleben zu müssen, nein, nun zieht sie also vermutlich auch noch eins eigene Wohnzimmer ein. Es reicht wohl also nicht aus, dass die Modifikation der deutschen Sprache auf Idiotensendern wie MTV oder VIVA einen Punkt erreicht hat, bei welchem die bunten Vögel, die dort moderieren, vermutlich nichteinmal mehr selber verstehen, was sie da eigentlich von sich geben.
Gruß,
Dissident
Quelle: SPIEGEL Online