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Israels Apartheid

Dezember 21, 2006 · 9 Kommentare

Das Angebot des syrischen Präsidenten Bashar Al Assad an die israelische Regierung, diplomatische Verhandlungen führen zu wollen, wurde nun seitens Israel abgelehnt. Ehud Olmert äußerte wörtlich, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht im Interesse von George Bush, „Israels größtem Freund“, wäre, Verhandlungen mit Syrien zu führen.

Vermutlich wird es jedoch nicht nur im Sinne Bushs sein Gespräche mit Syrien auf Eis zu legen, kann sich doch Ehud Olmert glücklich schätzen, in seiner Koalitionsregierung „fähige“ Leute wie Avigdor Lieberman zu haben, welcher vor seiner Amtsübernahme als Vizepremierminister unter anderem schon gerne mal forderte, Palästinenser in Busse zu karren um sie im toten Meer zu ersäufen. Als Vizepremier nunmehr auf seine Wortwahl bedacht, forderte er lediglich noch, in Israel lebende Araber von den Juden zu „trennen“. Ein Problem mit diesen Aussagen scheint in der Knesset offensichtlich niemand zu haben.

In Bezug auf das Angebot Syriens setzte Yuval Shteinitz, seines Zeichens Abgeordneter der Knesset, der Abfuhr Olmerts noch eins drauf: So werde man „unter keinen Umständen“ die seit 1967 im 6-Tage Krieg annektierten Golanhöhen wieder an Syrien zurückgeben mit der Begründung, dass Israel von dort indirekt den größten Teil seines Trinkwassers beziehe. Was Shteinitz dabei zu vergessen schein ist die traurige Tatsache, dass Israel das Jordanbecken für sich völlig alleine beansprucht. Im Westjordanland entzieht man den Palästinensern ebenfalls enorm wichtige Wasserquellen, welche man sich 1967 zu Eigen machte. Dies führt dazu, dass es den Palästinensern unmöglich gemacht wird, durch ein Brunnensystem an Wasser zu gelangen. Zwar sicherte man seitens Israel eine Wasserversorgung zu, kommt dieser jedoch nicht in vollem Umfang nach.

Diese enorme Disproportionalität bezüglich der Wasserentnahme zu erheblichen Gunsten Israels wird in Presseberichten leider nicht erwähnt, wenn sich ein verzweifelter und von Durst geplagter Palästinenser inmitten der Besatzer mal wieder selbst in die Luft sprengt. Auch die unmenschliche und verabscheueswürdige Tatsache, dass das Abwasser der hochgelegenen, jüdischen Siedlungen ohne jegliches Durchlaufen einer Kläranlage direkt ins Tal und somit in das Grundwasser palästinensischer Siedlungen geleitet wird, ist leider nicht Gegenstand öffentlicher Empörung.

Und um der annexionistischen Haltung Israels weiterhin Druck zu verleihen, verkündete Israels Innenminister Roni Bar-On am Dienstag sein Vorhaben, auf den Golanhöhen weitere, israelische Siedlungen errichten zu wollen. Ein Schlag in das Gesicht Syriens, deren entgegenkommendes Angebot Israel wohl als Zeichen der Schwäche interpretierte.

So verkündete Bar-On, dass er auf diesen Gedanken gekommen sei, als er beim Durchstreifen des Golangebietes wohl völlig entsetzt feststellen musste, dass Syrien auf ihrem eigenen Gebiet in der zu Israel angrenzenden Stadt Quneitra die Fertigstellung von Siedlungen beschleunigt. Er fügte hinzu, dass es für die Syrier wohl besser wäre, dieses (ihr eigenes!) Gebiet zu verlassen, da sonst der Anschein erweckt werden würde, für die Syrer seie dies mehr eine Front, denn eine Grenze. Was sich die Syrer wohl dabei denken, Siedlungen auf ihrem eigenen Hoheitsgebiet zu erbauen? So eine Frechheit aber auch! Selbstverständlich ist die Ankündigung von Israel, seinerseits dort neue Siedlungen zu Erheben, keine Provokation oder ähnliches – logisch.

Die Begründung Israels, das gestohlene Gebiet rund um die Golanhöhen nicht wieder zurückgeben zu wollen, weil sie von dort ihr Wasser beziehen, ist natürlich auch ziemlich logisch – vorausgesetzt, man ist Jude. Für Karnevallsvereine und ideologisch verblendete Spinner wie „pro-Israel Politically Incorrect“ wohl eine „zwingende“ Maßnahme. Bei allem Zuspruch für den Kampf gegen die Islamisierung Deutschlands, es ist Präokkupation nicht anzuerkennen, dass Israel in Nahost Apartheidpolitik betreibt und an Frieden nicht interessiert ist. Das vorläufige Ziel des Zionismus, das Staatsgebiet auf ganz Palästina und an angrenzende Länder auszuweiten, kann man an Aussagen wie denen von Bar-On, die Syrer sollen sich doch bitte aus ihrem eigenen Gebiet zurückziehen, nur zu gut erkennen – hat doch nicht zuletzt der jüdische Gott höchstpersönlich im Alten Testament den Juden ein Staatsgebiet „vom Nil bis zum Euphrat“ versprochen.

Quelle: Aljazeera

/Frondeur

Kategorien: Ausland

9 Antworten bis hierher ↓

  • Hans // Dezember 21, 2006 um 5:51

    Genau so ist es, schön das die Geschichte mit dem Wasser endlich mal thematisiert wird.

  • FFVUV // Dezember 21, 2006 um 6:22

    PI scheints dir angetan zu haben ;)
    Wie auch immer, wieder mal ein guter Artikel.

  • desp // Dezember 21, 2006 um 6:23

    jeder, wirklich JEDER, der diesen musels das wasser abgräbt, hat meinen segen. lasst sie verdursten, meinetwegen!
    wenn heute nicht die israelis in diesem gebiet wären, wären es die briten. und die würden gewiss nicht anders handeln.
    aber nein, es sind mal wieder die bösen j00000den…HALLO?? wo lebt ihr und in wessen sinne wollt ihr handeln?
    ganz mitteleuropa ist unmittelbar durch die islamische überfremdung bedroht, und IHR haltet die juden weiterhin für das hauptproblem??? weltfremder geht`s echt nicht…es ist an der zeit zu handeln, und zwar genau JETZT.
    doch ihr werdet leider alles verpassen, denn zuhause sitzen und auf j0den schimpfen ist leichter als die konfrontation auf der strasse…

  • desp // Dezember 21, 2006 um 6:27

    ich meine: sollen eure töchter kopftuch tragen und koranverse auswendig lernen, oder was?
    steht auf!
    labert nicht rum, tut was!!!

  • Jakob H. // Dezember 21, 2006 um 7:57

    Du verstehst leider nicht desp. Du setzt die Araber in ihren Heimatländern gleich mit denen die hier sind. Aber selbst der vorsitzende dieser türkischen Vereinigung hier hat mal sinngemäß gesagt das hier auch nur die letzten Hammerwerfer rüber sind. Ist doch auch klar, die Creme der Gesellschaft wird aus wirtschaftlicher Not wohl kaum das Land verlassen haben.

    Und was die in ihrer eigenen Gesellschaft da machen ist mir fast egal, und es ist sicherlich kein Freibrief für unsere jüdischen Freunde zu tun und zu lassen was sie wollen. Denn das geht nicht gegen die Muselmanen HIER sondern in deren Heimatland. Ich denke das kannst du nachvollziehen, oder?

  • FFVUV // Dezember 21, 2006 um 8:15

    Selbst wenn alle Araber und Türken auf einmal verdursten würden (was mir persönlich mehr oder weniger egal wäre), die die bereits hier sind reichen dicke aus, um Europa zu übernehmen (sofern es weitergeht wie bisher). Man muss also das Problem an der Wurzel packen.

  • Hyde // Dezember 21, 2006 um 10:08

    Irgendwann werden sie anfangen sich auch hier gegenseitig zu bekämpfen und finden so ihr soziologisches/demographisches Gleichgewicht. Ganz wie in der Heimat. WENN man sie denn läßt!

  • test // Dezember 21, 2006 um 11:51

    Die Konflikte der Welt werden in Deutschland (Europa) ausgetragen. Weil die Welt nach Deutschland (Europa) kommt.
    +++ Israel (Der Staat der Juden [EuroNews]) würde wohl von uns hier auch keinen interessieren, würden sie nicht in unsere jetzigen Regierung sitzen und so zur Herrschenden Klasse in Deutschland zählen.
    http://globalfire.tv/nj/06de/juden/judenparlament.htm
    +++ Wegen dem Wasser hatten sich die Juden ja aus dem Gaza zurückgezogen. Die Ressourcen der Siedlungen waren aufgebraucht. Man zog schon Meereswasser aus den Tiefbrunnen. Logistisch und sicherheitstechnisch wahren die Gebiete so und so auch nicht mehr zu halten. Flüsse wurden auch mit / unter Militärischen Schutz umgeleitet, so das die Palästinenser (Araber) nicht ihre Felder (Viehweiden) bewässern konnten (Kriegerischer Akt). Der staat Israel wird sich wohl, u.a. Geschichtlich gesehen (Märchen, Geschichtsfälschung, peanuts), sowieso nicht halten können. Bei einem Friedensprozess wäre das Existenzrecht Israels aufgehoben. Es soll ja eine Gen-Studie geben die besagt, das die dort lebenden Volksgruppen Gentechnisch gleich sind. Nur die Religion trennt sie. Völkisch gesehen ist Religion irrelevant. Obwohl wir uns hier in Zentral Europa mehrheitlich zum Christentum bekennen (gehören).
    +++ Jakob H. : Stimmt! Zuerst kommen die, die nicht sesshaft sind, die in ihrer alten Gesellschaft nicht klar kommen und hier bei uns, in unseren System dann auch nur anecken. In ihren Heimatländer sind die auch froh, wenn sie dann weg sind.
    P.S.: tolle Themen hier! Danke

  • 0rsk // Dezember 22, 2006 um 11:04

    Jopp. Echt nette Themen. Dissidentenheim-Niveau, gefällt mir! Also um auch mal meine Meinung kund zu tun: Die Juden regen sich auf wegen den Vorkommnissen zur Zeit des Dritten Reichs. Die Russen finden/fanden es scheiße, was die Deutschen getan haben, die West-Alliierten ebenso. Ich frag mich dann nur: Die haben dann ja genauso wie die bööösen Nazis Gräueltaten verübt. Also sind sie ja mindestens genauso schlimm anzusehen, wie die Nazis. Und dass die Nazis Juden vernichtet haben, will ich nicht bestreiten, aber in Anbetracht, dass Juden in JEDEM Land unangesehen werden, haben sich doch bestimmt auch viele „gefreut“, dass jemand mal eine (End-)“Lösung“ hat.
    Wenn nun Israel einfach so Gebiete eines anderen Staates wegnimmt, auch wenn es ein moslimisches ist, dann befürworte ich dieses Handeln nicht. Denn UNS Deutschen ist auch ein Teil unseres Landes weggenommen wurden, bzw. wird es missbraucht, denn es gehört eigentlich ja noch zum Deutschen Reich, welches ja existent ist! Wenn ich nun Israels handeln befürworten würde, würde ich ja auch indirekt auf Ostdeutschland verzichten und schizo sein. Und richtig, wie schon obendrüber steht: Die Moslems hier sind ein ganz anderes Problem. Es gibt ja sogar deutsch-freundliche Moslems. Ich habe gehört, dass bei dem Fußballspiel letztes (oder dies Jahr) Deutschland gegen Iran (in Iran) die iranischen Fans mit ausgestrecktem rechten Arm dagestanden haben sollen und das deutsche Fernsehen schnell wieder das Publikum ausgeblendet hat…. Naja.

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