Die Silvesterstimmung in diesem Jahr dürfte eher gelassen ausfallen, schenkt man dem Umfrageergebnis des Meinungsforschungsinstitut Emnid glauben. Bei Emnid resultierte aus einer Befragung, dass sich für das Jahr 2007 nur lediglich 25% der Deutschen eine Verbesserung versprechen, was einen Verlust von 4% im Vergleich zu 2006 bedeutet. Ganze 31% befürchten gar, dass es ihnen 2007 schlechter gehen wird, als es im Jahr 2006 der Fall gewesen ist. So führte man diese Befragung in 60 Nationen durch, wobei Deutschland einen erschreckenden, 51. Platz belegte – „wenigstens noch vor dem Irak“, möchte man meinen…
Doch wen wundert diese Entwicklung? Der „Bundeserband für Verbraucherzentralen“ prognostizierte für das Jahr 2007, dass den Deutschen im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung sowie weiteren Mehrbelastungen satte 24 Millarden Euro weniger zur Verfügung stehen werden, was bedauerlicherweise bei einer pro-Kopf Auteilung für manche schon fast ein Monatseinkommen weniger bedeutet.
Doch nicht nur die MwSt schlägt zu Buche, nein auch die Versicherungssteuer, die Streichung der Pendlerpauschale sowie die Beitragserhöhungen der Kranken- und Rentenversicherungen – um nur die wichtigsten zu nennen – werden dem Steuerzahler noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen wissen. Zurück bleibt ein von übergroßer Skepsis geprägtes, antiutopisches Zukunftsbild in den Köpfen der Deutschen, die mit einem 51. Platz dem neuen Jahr keineswegs optimistisch entegegensehen. 8,5 Millionen (wahre) Arbeitslose, beinahe 7 Millionen an der Armutsgrenze, Kindermangel und immer düster dreinblickendere Kriminalstatistiken lassen einem hierbei auch nicht gerade viel Freiraum, dem Leben von Otto Normal noch etwas positives abzugewinnen – „Optimismus“, wohl jetzt schon ein heißer Kandidat für das Unwort des Jahres 2007.
Erschwerend kommt hinzu, dass durch die degressive Kaufkraft dem Arbeitsmarkt wohl kein sehr großer Gefallen getan worden ist. Auf der anderen Seite fahren Großkonzerne Rekordgewinne ein und Börsenkurse erfreuen sich eines drastischen Anstiegs, wenn Manager ankündigen, Arbeitsplätze abzubauen. Manager und Vorstände kassieren unverhältnismäßig hohe Abfindungen in Millionenhöhe, wiederum andere schwadronieren bei Sabine Christiansen, dass Freitagsabends um 22 Uhr in der Firma noch das Licht zu brennen habe.
Doch warum auch soll es dem Deutschen besser gehen, wählt er doch seinen Schächter und Ausnehmer alle 4 Jahre immer wieder aufs Neue selbst! In diesem Sinne, Frohe Weihnachten! (Liebe Leser muslimischen Glaubens, bitte nicht diskriminiert fühlen)