Paroli Netzmagazin

Frau Merkel reist in den Nahen Osten

Februar 3, 2007 · 7 Kommentare

Nein wie ist das schön. Die Frau Bundeskanzlerin entschwebt den heimischen Gefilden um im Nahen Osten Gutes zu tun und sich der unendlichen Geschichte namens „Nahost Konflikt“ anzunehmen. Treue Leser wissen natürlich längst, daß es bei diesem Konflikt dann doch sehr einseitig zugeht, und meistens nur eine Partei wirklich austeilt, während die andere damit befasst ist Lebensmittel und sauberes Wasser zum Überleben zu haben. Andernorts wurde auch schon die Bezeichnung „Nahost Massaker“ vorgeschlagen, aber wer wird denn gleich… Jedenfalls klappert Frau Merkel nun die Golfstaaten ab um endlich einer „Zwei Staaten Lösung“ den Boden zu ebnen. Schließlich darf man sich das wohl so vorstellen, daß die faulen Scheichs und Diktatoren von westlichen Gnaden müde in ihren Sesseln rumlungern, so über dies und das sinnieren, und nur darauf warten das die patente Angie vorbeikommt und ihnen sagt wie man sowas macht, mit einem Friedensprozess. Nachdem sich Polen und Deutschland nun so erfolgreich auf eine Zwei Staaten Lösung auf deutschem Gebiet einigen konnten verfügen wir hier aber auch über ein hohes Maß an Erfahrung, welches wir gerne weitergeben wollen.
In zahllosen Interviews hat man schon oft von hohen arabischen Führern gehört, daß der „Nahost Konflikt“ das eigentliche Problem in der Region sei. Doch wieso ist es nicht längst gelöst? Was kann denn so schwer daran sein einem kleinen 3 oder 4 Millionen Volk wie den Palästinensern ein gutes Auskommen zu verschaffen, so daß sie freudig bereit sind ihre neuen Nachbarn zu akzeptieren und in dekadentem Wohlstand zu leben? Wahrscheinlich würde die Hälfte der sog. „Rüstungshilfe“, die die USA jedes Jahr in Höhe von 2-3 Milliarden US Dollar an Israel leisten schon ausreichen um die Wünsche der Palästinenser zu befriedigen und endgültig Frieden zu schaffen. Der Antwort bringt uns diese Nachricht ein Stückchen näher: „750 Milliarden Dollar für den Krieg“ allein in diesem Haushaltsjahr, und man kann einfach mal davon ausgehen, daß sich viele Interessierte sehr über diese Ausgaben freuen. Wer sollte denn mit einer Budgetlösung von ein paar hundert Millionen Dollar oder mehr einen Reibach auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers machen? Höchstens noch die Araber, aber das will ja niemand. Stattdessen werden also weiterhin Beträge in Krieg und Verderben investiert, die an den deutschen Bundeshaushalt heranreichen.
In diesem Zusammenhang freue ich mich natürlich sehr, daß Frau Merkel ein bisschen Champagner in arabischen Königshäusern schlürft, denn dafür ist bei diesen Beträgen sicherlich auch noch ein kleiner Posten übrig, und alle verdienen fleissig mit, nur darum geht es. Vergessen Sie die Palästinenser, vergessen sie die Zwei Staaten Lösung, vergessen Sie den Nahost Konflikt. Um diese ging es bei der ganzen Sache nicht eine Sekunde.

MfG Eisenmann

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