Paroli Netzmagazin

Ein paar Gedanken zum sog. Nahost Konflikt

Februar 19, 2007 · 3 Kommentare

Langsam kommt es einem wie die unendliche Geschichte vor und vermutlich ist dieses Empfinden gar nicht so weit an der Wahrheit vorbeigedacht. Erst heute konnte man erneut in allen möglichen sog Zeitungen nachlesen, daß diesmal Frau Rice an der Reihe war den israelis die Aufwartung zu machen und ein an sinnlosigkeit kaum noch zu überbietenden Treffen zwischen den Beteiligten zu leiten. Herr Abbas und Herr Olmert lächelten in die Kameras, Frau Rice macht ein wichtiges Gesicht und alle waren Glücklich. Nunja, zumindest auf den Fotos.

Jahr ein Jahr aus sehen wir diese Bilder, aber im Endeffekt ändert sich nichts. Gar nichts. Was passiert dort eigentlich? Immer wieder sehe ich Herr Olmert in der Tagesschau oder sonstwo von Frieden reden, während er gleichzeitig in Ost Jerusalem Stadtvierteil einreißen läßt, wo seit Jahrhunderten Moslems wohnten, um dort jüdische Kolonien bauen zu lassen. Immer wieder stellen die Juden Forderungen die total abwegig sind, nur um diese sofort zu erweitern wenn sie doch aus versehen mal erfüllt werden sollten. Handelt so jemand dem es ernst ist mit dem Frieden?

Immer wieder fahren westliche „Staatsmänner“ und Frauen dorthin, um irgendwelche Sitzungen abzuhalten. Wieso? Die einfache Wahrheit ist, es ist genau so am besten für die Juden. Sie haben praktisch schon jetzt ein „Groß Israel“, sie haben schon jetzt die Wasserquellen der Region unter ihrer Kontrolle, sie haben schon jetzt alles was sie jemals wollten. Wozu da noch Frieden? Die paar Katjuschas die ab und an mal rüberfliegen stören da auch kaum. Vermutlich stirbt selbst in Israel eine hundertfache Menge im Straßenverkehr, oder an Drogen, oder an Alkohol oder wird vom Blitz getroffen. Wieso sollte man nun also zahllose Siedlungen räumen? Wieso sollte man nun also die strategisch wichtigen Golanhöhen räumen? Wieso sollte man die Wassernutzung von fremden Quellen einstellen oder das Wasser gar teilen? Und dann auch noch mit Ungläubigen? Am Ende würde man vielleicht sogar in den USA fragen wieso man noch 2-3 Milliarden US Dollar Jahr für Jahr dorthin schickt in Form von Rüstungshilfe, wenn dort niemand mehr bedroht wäre. Eine Katastrophe!

Es läuft alles nach Plan, und nur um die einfältigen Bürger im Glauben zu lassen es würde tatsächlich etwas unternommen fahren Frau Rice, Frau Merkel und der Rest der Laienschauspieltruppe wöchentlich dorthin, damit wir weiter in der Hoffnung sind unsere Volksverkäufer würden sich tatsächlich der Problematik annehmen.

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