Paroli Netzmagazin

Preis zu hoch

April 3, 2007 · Kommentar schreiben

Erinnern Sie sich noch? Es war so gegen Ende vorletzten Jahres, als die deutsche Mutter Theresa Susanne Osthoff im Irak verschleppt worden ist und bei ihrer „Freilassung“ mit einem Teil des Lösegelds angetroffen wurde. Ohne weiter auf die zweifelhaften Umstände dieses Ereignisses eingehen zu wollen geht es mir eher um die Reaktionen der Frau Merkel damals und heute. Noch Anfang Dezember 2005 stellte die Bundeskanzlerette fest: „Wir lassen uns nicht erpressen“. Das sich dies freilich anders herausstellte ist Geschichte.

Nun sind wieder Deutsche (oder was man dafür halten mag) im Irak verschleppt worden. Wieder eine deutsche Frau mit einem arabischen Ehemann. Wieder so eine seltsame Sache. Wieder geht es mir aber nicht darum wer da wie unter welchen Umständen entführt wurde, sondern um die Reaktion der Regierung. Trotzig stellt diese vor versammelter Presse fest: „Wir lassen uns nicht erpressen“. Das dies bereits mehrfach wiederlegt wurde, wen interessiert es schon? Unkritisch plappern die großen Zeitungen den Agenturen nach, was diese den Politikern nachplappern solange sie sich erwartungsgemäß verhalten.

Diesmal wird aber in der Tat nicht verhandelt werden, schließlich verlangen die Geiselnehmer den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Das geht über die Verschwendung von ein paar Millionen Steuereuros deutlich hinaus.

Was Frau Merkel eigentlich sagen wollte ist: Natürlich sind wir erpressbar, aber der Preist ist uns diesmal zu hoch. Sorry!

Kategorien: Ausland

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