Vorhang, erster Akt: Unbedachte aber ehrliche Äußerung der persönlichen Überzeugung bzw Ansichten eines sog. Politikers im Zusammenhang mit Geschehnissen, die auf die Deutsche Geschichte, Kultur oder Bevölkerung bezogen sind OHNE dabei den Nationalsozialismus, die Täter-Generation oder die Mitläufer zu kritisieren. Es ist noch nichtmal notwendig sich positiv über derlei zu aüßern, es reicht bereits sich nicht negativ genug auszudrücken. Früher hätte man die Darstellung der eigenen Meinung ohen Rücksicht auf deren Popularität wohl noch als charakterliche Auszeichnung begrüßt. Heute ist man eher angehalten Rücksicht auf „die Opfer“ zu nehmen. Wie sich die Zeiten ändern…
Zweiter Akt: Sturmlauf der Berufsmoralisten. Sie stürzen sich auf den, der es gewagt hat ihrer Sicht der Dinge öffentlich zu wiedersprechen, wie die Geier auf das Aas. Da ist kein noch so plumper Druck auf die Tränendrüse zu billig. Der von mir so geschätzte Zentralrat, der „Publizist“ Ralph Giordano und sich beliebig abwechselnde Grüne erheben bedeutungsschwanger den Zeigefinger des Anstands und Urteilen, als hätten sie in ihrem ganzen nutzlosen und vergeudeten Leben noch nie eine Sünde begangen, ja, als wäre diese Bande von Mitläufern früher nicht sofort dabei gewesen, wenn es darum ging, sich in den Dienst der Obrigkeit und des Zeitgeists zu stellen.
Dritter Akt: Auftritt der Opfer. Sie dürfen selbstverständlich nicht fehlen im bundesrepublikanischen Theaterzirkus. Die Überlebenden des Holocausts und wenn es an denen gerade ermangelt, dann nehmen die Angehörigen der Opfer gerne die Rolle des sympathischen und moralisch über allem stehenden Nebenklägers ein. Sie sollen der medialen Öffentlichkeit den Rest geben und klar machen, wer hier Opfer und wer Täter ist. Ich wünschte sie würden einfach verschwinden…
10 Antworten bis hierher ↓
Der Hans // April 14, 2007 um 9:47
Zitat: „Ich wünschte sie würden einfach verschwinden…“
Sie werden nicht verschwinden. Parasiten lassen doch auch nicht ab, solange das Opfer noch lebt.
MfG
Hans
winfried aus chemnitz // April 22, 2007 um 6:20
Die bescheuerte Rede hoch zu stilisieren ist genauso Blöd als dann einen Buckel vor dem Zentralkomitee zu machen.
Aus einem Mitläufer einen Widerständler zu machen ist Oberdoof – ! -
hi // April 22, 2007 um 7:49
armseelig diese page. lächerlich.
Reini // April 22, 2007 um 8:23
Mhhh…..kann mir vielleicht mal jemand erklären, wiso ein „Zentralrat d.J.“ eine Entschuldigung fordern kann?
Herrn Filbinger befasste sich nach meinen Kenntnissen bis zum Mai 1945 als Oberfähnrich zur See in der Marinejustiz mit der Aburteilung von Desserteuren.
Nun kann man zu dieser Tätigkeit ja stehen wie man will, jedoch glaube ich kaum, dass einer dieser Desserteure jüdischer Herkunft war.
Der Hans // April 23, 2007 um 9:42
@Reini
Die Antwort ist sehr einfach: Der Zentralrat besitzt die Deutungshoheit über die deutsche Vergangenheit. Auch wenn Charlotte Knobloch kürzlich die Gnade zeigte, deutschen Kindern ihre Nazivergangenheit zu vergeben, heißt das noch lange nicht dass ein Ministerpräsident an der Nazivergangenheit eines Filbinger rumdeuten darf.
MfG
Hans
drekhead // April 26, 2007 um 9:56
Was soll man dazu noch sagen…
winfried aus chemnitz // Mai 2, 2007 um 5:32
Wenn ein Zentralrat eine Deutungshoheit besäße – so wäre dies Grundgesetzwidrig!
Der Hans // Mai 7, 2007 um 10:34
Hallo Winfried,
welcher Grundgesetzartikel ist das genau, der sich mit der Deutungshoheit der deutschen Vergangenheit befasst?
MfG
Hans
idler // Mai 10, 2007 um 12:13
einfach lächerlich *find*
... // Juni 28, 2007 um 8:30
Wo bleiben neue Veröffentlichungen vom Paroli Magazin?