Paroli Netzmagazin

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Mal wieder Sonntag

Dezember 9, 2006 · Kommentar schreiben

Es ist mal wieder Sonntag, der Tag, an dem der Großteil der Menschen einfach nur vor der Glotze hängt oder sich mangels Alternative durchs Internet klickt. Es passiert wenig an einem solchen Tag, noch weniger, über das es sich lohnen würde, zu schreiben. Daher ist der Sonntag traditionsgemäß der Tag, an dem uns die deutsche Presse mal wieder eins mit der Nazikeule verpasst. Zack! Nicht, dass die Schmerzen im Kopf endlich mal aufhören könnten. Gegen das Vergessen!

So fühlte sich also heute der Stern berufen, über den letzten noch lebenden Zeitzeugen der Nürnberger Prozesse zu berichten, und oh Wunder, wer hätte es gedacht, es treten zahllose neue Erkenntnisse zu Tage. Es gab schlimme Verbrechen unter den Nationalsozialisten, diese werden dann – weil es ja alles so neu ist – ausführlich betrachtet, und mit der Schlußfolgerung gekrönt, die Nürnberger Prozesse waren alleine schon deswegen ne super Sache, weil sie ja allen Diktatoren gezeigt haben, dass es ihnen genauso gehen kann. Wirklich ein fantastischer Fortschritt!

Dass nur ein Einfallspinsel annehmen kann, es hätte sich bei diesen Prozessen nicht um reine Siegerjustiz gehandelt, bleibt eine Überlegung die jeder selbst anstellen mag. An dieser Stelle sei mal das Buch “Nürnberg – das Tribunal der Sieger” empfohlen. Zwar muß man auch aus diesem Buch nicht alles glauben, aber mal beide Seiten der Geschichte gelesen zu haben ist sicher auch nicht verkehrt.

Wer sich bis jetzt fragt welchen Sinn der Artikel des Stern nun eigentlich gehabt hat, soll nicht enttäuscht werden. Zufällig hat dieser letzte Überlebende dieser großartigen Prozesse auch noch etwas zur aktuellen Poltik und zur NPD zu sagen, na welch unerwartete Überraschung.

Ich werde die Nürnberger Prozesse Zeit meines Lebens nicht vergessen. Denn erst dabei habe ich im vollen Umfang erfahren und gesehen, was während des Nazi-Regimes eigentlich geschehen ist. Und genau deshalb finde ich es unmöglich, dass nicht versucht wird, die rechtsextreme NPD zu verbieten. Es ist für mich ein schreckliches Zeugnis der Unfähigkeit der Politik, dass ich die Tätigkeit dieser Unverbesserlichen, die nicht einsehen wollen, was damals geschehen ist, mit meinen Steuergeldern finanziere.

Ein dreifaches Hoch auf unsere unabhängige Presse in ihrer Bestrebung die Meinungsvielfalt in unserem Lande zu fördern

Kategorien: Geschichte · Inland

Ein erschütterndes Dokument der Barbarei

Dezember 9, 2006 · Kommentar schreiben

Auf meiner Lieblingsseite haGalil kann man heute mit Bezug auf das Massaker in Babij Jar ein Appell von Charlotte Knobloch an die “menschliche Verantwortung” lesen. Wir erinnern uns, das Massaker der Wehrmacht in Babij Jar an 33.000 Juden, für welches laut “Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V” überhaupt keine Beweise vorliegen.

Dieser Appell von Knobloch ist selbstverständlich mit sämlichen Wörtern und Mahnungen gespickt, die man seit nun gut mehr als 60 Jahren in jeder Universalrede eines Juden mit Bezug auf die bösen Deutschen zu hören bekommt. Dabei Frage ich mich, ob diese Reden überhaupt noch umgeschrieben werden und man lediglich nur noch den Ort des Grauens umändert. Schon im ersten Absatz ihres Appells weißt Frau Knobloch darauf hin, dass sie bei Babij Jar ebenfalls sofort an Auschwitz, Treblinka und Dachau denken muss. Zu welchen geistigen Assoziationen Frau Knobloch noch so im Stande ist, will ich lieber nicht wissen.

“Heute wissen wir um diesen dunklen, gefährlichen Zug der menschlichen Natur. Wir wissen, was Menschen einander antun können – im Namen eines Befehls oder eines Despoten, der sie verblendet, aufhetzt und ihre niedrigsten Beweggründe sichtbar macht. Habgier, Heimtücke und Machtgelüste können stärker sein als Erbarmen und Mitgefühl.

Heute wissen wir, dass nur wenige Menschen den Mut und die Charakterstärke aufbringen, “Nein” zu sagen. Nur wenige sind bereit, hinzusehen, aufzustehen und dagegen einzutreten, wenn irgendwo auf dieser Welt Unrecht geschieht.”

Diese Frau versteht es wirklich, auf die Tränendrüse zu drücken. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit könnte man glatt der Auffassung sein, Frau Knobloch referiert hier über Israel. Wurde man im zweiten Weltkrieg “nur” erschossen, regelt Israel seine Probleme auf ganz andere Weise. Da werden eben mal hundertausende Olivenbäume palästinensischer Bauern samt den Wurzeln herausgerissen und ganze Felder mit Bulldozern zerstört, mehrere tausend Tonnen Chemie in die Wasservorräte Gazas geschüttet und palästinensischen Kindern Arme und Beine gebrochen.

Nebenher hört man von Rabbinern immer mal wieder die Forderung alle Araber auszurotten und zu deportieren, während in einem Artikel von Uri Avnery unter anderem zu lesen ist, dass es Ministerpräsident Olmert trotz mehrfacher Anschuldigungen aufgrund sexueller Belästigung nicht für nötig hält, sein Amt niederzulegen. Desweiteren war sich der israelische Justizminister wohl seiner eigenen Gesetze nicht ganz bewusst, als er seine Zunge in den Mund einer Soldatin steckte und nun selbst vor Gericht steht, während sich der Chef des Knessetkomitees für auswärtige und militärische Angelegenheiten wegen Betrugs und Meineids vor Gericht wiederfinden wird. Das ist sie also, die moralische Kaste von Israel, deren Gesandten im Zentralrat der Juden uns Appelle über “menschliche Verantwortung” unter die Nase reiben.

“Dass das Verbrechen in der Schlucht von Babij Jar – in der Schlucht des Leids – Unrecht war, hätter jeder der Täter sehen müssen, wenn er auf seine innere Stimme gehört hätte. Denn das Gewissen des Menschen weiß genau, was gut und böse ist. Der Mensch kennt das Gefühl von Mitleid und Erbarmen. Er hört das Weinen der eigenen Kinder im Weinen derjenigen, die er in die Schlucht treibt. Er spürt die eigene Verzweiflung und die eigene Hilflosigkeit, wenn er die Schreie der Frauen und Mütter, die er ermordet, hört. Im fassungslosen Grauen der Großväter und Männer, die in den Salven der Maschinengewehre sterben, erkennt er das eigene Entsetzen.”

Die gleiche Frau von welcher obiger Text stammt, versucht uns auf der anderen Seite davon zu überzeugen, dass das, was die israelische Armee in Nahost tut, lediglich zur Existenz Israels beitrage und somit notwendig ist. Die UN-Menschenrechtskommision nennt es schlicht “himmelschreiendes Unrecht“. Aber Meinungen können ja auch mal außeinandergehen, nicht wahr?

“Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass es nie wieder ein Babij Jar geben wird. Lassen Sie uns verhindern, dass die Toleranz der demokratischen Gesellschaften zur Schwäche wird. Lassen sie uns an einer Welt arbeiten, in der freie Menschen unter anderen freien Menschen unabhängig von ihrer Religion, Volkszugehörigkeit oder Hautfarbe in Frieden leben können.”

Interessant, Frau Knobloch. Vermutlich beziehen sich diese Forderungen nur auf Deutschland, denn wenn man andererseits die gewalttätige und brutale Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat damit begründet, irgendein Gott habe den Juden dieses Land “versprochen”, verkommt jedes einzelne Wort dieses Appells zur Farce. Ist es unter anderem in Israel ganz getreu den Nürnberger Rassengesetzen Gang und Gebe, die Eheschließung zwischen Juden und Nichtjuden zu verbieten, setzt sich der Zentralrat der Juden in Deutschland für unabhängige Toleranz ein. Ein wahrhaftig lustiger Haufen, dieser “Rat”. Mit moralischen Appellen von Juden, welche das israelische Vorgehen zur “Notwendigkeit” erklären, wische ich mir höchstens den Arsch ab.

Kategorien: Geschichte · Inland

Schäuble, oh Schäuble…

Dezember 9, 2006 · Kommentar schreiben

Von welchem Deutschland bitte spricht Schäuble, wenn er dreist behauptet, der Islam seie ein Teil davon? In einer Regierungserklärung im Bundestag sagte Schäuble heute, der Islam seie sowohl ein Teil Europas als auch Deutschlands in dessen Gegenwart und Zukunft. Da frage ich mich wahrlich, ob Herr Schäuble noch richtig im Kopf ist.

Warum sollte man Muslimen erlauben, unser Land mit ihrer primitiven Wüstenreligion zu überschwemmen, die für Deutschland und dessen Interessen rein garnichts übrig hat? Weder zahlen Asylanten, kriminelle und illegale Moslems irgendwelche Abgaben, stellen aber gleichzeitig Ansprüche die denen eines Kaisers gerecht werden. Herr Schäuble, von welchen Ansprüchen für diese Menschen reden sie und wann ist der Islam in irgendeiner Weise ein Teil von Deutschland, geschweigedenn Europas geworden?

Warum zieht man hier nicht wie so oft in Deutschland längst Vergangenes zu Rate und versucht, eine Lehre daraus zu gewinnen? Warum zieht man aus der traurigen Geschichte des Islams nicht die Konsequenz, dass sich diese aggressive und totbringende Weltanschauung durch nichts anderes als das Schwert zu verbreiten wusste? Auch hier wird wie schon bei anderen, geschichtlichen Großereignissen beispiellos gelogen wo es nur geht. Da wird großmäulig posaunt, es wären ja die armen Muselmänner gewesen, welche als erstes den christlichen Raubzügen der Kreuzritter zum Opfer fielen, gibts uns jedoch jedes gut sortierte Geschichtsbuch zu verstehen, dass die Krieger Allahs blutig durch Europa tobten, mehre hundert Jahre bevor auch nur ein einziger Kreuzritter im Orient zugegen war.

Erst im Jahre 1099 wurde Jerusalem unter Gottfried IV. von Niederlothringen durch die Christen im ersten Kreuzzug wieder zurückerobert. Doch mehrere Jahrhunderte davor wütete bereits der Islam und drang unter anderem bis nach Spanien vor. Auch der zweite Kreuzzug zwischen 1147 und 1149 war lediglich eine Antwort von Papst Eugen III. auf die Barbereien der Muselmänner, nachdem der Christenstaat Edessa von den Moslems erobert wurde. Nachdem es unter anderem unseren deutschen Kaisern zu verdanken war, dass die Moslems 1492 aus Spanien vertrieben wurden, sah man sich 1683 wieder vor den Toren Wiens.

11 jahre zuvor eroberten die Moslems bereits große Teile des heutigen Europas, unter anderem die damals polnische Ukraine, das Königreich Polen-Litauen und standen 1683 mit knapp 300.000 Mann vor Wien. Letztendlich gelang es Prinz Eugen am 11. September 1697 die Hauptmacht des osmanischen Heeres vernichtend zu schlagen und erzwang somit den Frieden von Karlowitz. Dies stellte zumindest vorläufig das Ende der muslimischen Barbereien quer durch Europa dar.

Wenn also Schäuble in seinem multikulturellem Wahn sich heute hinstellt und davon spricht, der Islam seie ein Teil Europas, kann er damit nur den Tod vieler Christen meinen, welche von den Moslems grausam ermordet wurden, während sie immer wieder versuchten, Europa mit ihrer primitiven Religion zu überschwemmen. Schaut man zudem der Tatsache ins Auge, dass die Anhänger dieser Wüstenreligion größtenteils immer noch auf ihrer mittelalterlichen, primitiven Entwicklunsgstufe hängengeblieben sind, was uns eine Taliban oder Al Kaida nur zu gut beweisen, ist es meines erachtens sehr angsteinflößend, wenn deutsche Politiker eine Zukunft mit dem Islam planen. Auch die Reaktionen bezüglich der Karrikaturen oder der Papstrede sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Sollte man den Moslems absolute Religionsfreiheit in Deutschland geben, und danach sieht es schwer aus, darf man sich in Zukunft nicht über Mord und Totschlag wundern. Die Ermordung von Theo van Gogh in Holland ist ein ein Indiz hierfür, um nur einen Präzedensfall zu nennen. Fakt ist, dass Allah im Koran den Krieg gegen die “Ungläubigen” befielt. Man sollte sich also entweder auf Konvertierungsversuche, oder aber auf Ermordung durch Terror einstellen, werden die Türken in nur wenigen Jahren erstmals den demographischen Größtanteil in Deutschland stellen..

Sollte Schäuble den Koran, den er vom Grünen-Abgeordneten “Omid Nouripour” geschenkt bekommen hat auch einmal lesen, wird er den von Allah befohlenen Kampf gegen die Atheisten ebenfals vernehmen können, sofern Nouripour kritische Stellen nicht mit einem schwarzen Edding unkenntlich gemacht haben sollte. Es wird Zeit, dass ein neuer Prinz Eugen das Licht der Welt erblickt, aufdass Europa seine Selbstbestimmung im Zeichen des abendländischen Kulturkreises bewahren kann! Islam? Nein Danke!

Kategorien: Geschichte · Inland

Falsche Anschuldigungen

Dezember 9, 2006 · Kommentar schreiben

Kein Tag vergeht, an dem unsere Wehrmacht nicht in den Dreck gezogen wird. So musste ich heute von “freiepresse.de” erfahren, dass man in der Ukraine den 34.000 ermordeten Juden gedenkt, welche angeblich von der Wehrmacht innerhalb von nur 2 Tagen mit “Maschinengewehren” erschossen worden sein sollen. Sogar der israelische Präsident sah sich dazu genötigt, vom Massenmord an den Palästinensern einmal kurz abzusehen, um die Gedenktrauer zu eröffnen. Die freie Presse schreibt hierzu:

“Deutsche Truppen hatten an dieser Schlucht in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor 65 Jahren innerhalb von nur zwei Tagen fast 34.000 Juden mit Maschinengewehren erschossen.”

Anscheinend ist die freie Presse wirklich nur das, als was sie sich selbst betitelt, könnte man von einer richtigen Presse mit deutscher Interessenvertretung nämlich zumindest erwarten, dass hier etwas Nachforschung betrieben wird. Da man sich dieser Aufgabe in der “freien Presse” jedoch nicht sonderlich bewusst ist, werde ich nun dieses Erbe antreten.

Aus dem Katalog “Verbrechen der Wehrmacht“, herausgegeben von der “Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V.” aus dem Jahre 2003, kann man die Information beziehen, dass die Wehrmacht an der Massenerschießung durch das Sonderkommando 4a der Einsatzgruppe C außerhalb von Kiew weder aktiv noch mit Hilfsmaßnahmen beteiligt war. Desweiteren ist dort zu lesen, dass eine Forderung von Repressalien nach Sprengstoffanschlägen nicht als Forderung oder Zustimmung zum Massaker uminterpretiert werden kann.

Zudem kann man dort entehmen, dass keine Beweise für eine Billigung oder Zustimmung deutscher Offiziere vorgelegt werden können und dass die Verantwortung von General Obstfelders für dieses Massaker weder von Juristen noch von Historikern vertreten wird.

Zudem wird eine wichtige Sache scheinbar wohlwollend vergessen, mit welcher die Beurteilung der Vorgänge zur starken Entlastung der Wehrmacht ausgelegt werden kann. So ist es nämlich ein historischer Fakt, dass die Schlucht von Babij eine Hinrichtungsstätte des sowjetischen NKWD gewesen ist und diese dort Anfang der 40er etwa 270.000 Mordopfer im Raum Kiew vergraben hatte. Die NKWD war nichts geringeres als eine sowjetische Behörde, welche die Ermordung ganzer Völkergruppen sowie die Verfolgung von Regimekritiker als deren Aufgabe verstand. So wurde aus sowjetischer Sicht versucht, diese Opfer ebenfalls der Wehrmacht zur Last zu legen.

Desweiteren gibt es noch weiteres, entlastendes Beweismaterial zu Gunsten der Wehrmacht. So konnte man anhand von Luftbildauswertungen feststellen, dass die Schlucht von Babi Jar während des ganzen Krieges von keiner Erdbewegung betroffen war. Dies bestätigte auch die internationale Presse, die zwecks der Partisanensprengung in der Altstadt eingeflogen wurde.

Schade, dass man es der wirklich freien Presse, Menschen wir mir, überlassen muss, auch jeweils die Gegenseite zu einem Sachverhalt zum Ausdruck zu bringen. Und so zerfällt eine Lüge nach der anderen in sich hinein. Welche Nachricht erblickte noch gleich am 12.08 das Licht der Welt, stoß jedoch in Deutschland auf absolut kein Interesse? Lasst mich auch in diesem Fall nachhelfen:

“Eine ukrainische Regierungskommission zog den Schluß, daß die in einem Massengrab außerhalb von Kiew gefundenen Toten den Säuberungsaktionen Stalins zum Opfer fielen und dort verscharrt worden sind. Nicht Hitlers Wehrmacht hat das Verbrechen begangen.”

Doch anstelle sich dieser Tatsache zu erfreuen und einmal mehr zu Erkennen, dass das wenigste von dem, was man der Wehrmacht im Laufe der Zeit angedichtet hatte, auch der Wahrheit entspricht, herrscht diesbezüglich ein absolutes Schweigen. In diesem Sinne – Ruhm und Ehre der deutschen Wehrmacht!

Quellen: „Verbrechen der Wehrmacht”, Meinrad von Ow, München, September 2003, “Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V”, Katalog S. 160-165 Kiew (Babij Jar), “Wehrmacht und Völkermord”, „Der letzte deutsche Krieg. 1939 – 1945“, Klett-Cotta, Stuttgart, 415 S”

Kategorien: Geschichte

Kamerad, ehr die deutsche Geschichte…

Dezember 9, 2006 · Kommentar schreiben

“Brandenburgs Regierung und der Landtagspräsident haben die Bürger zur Teilnahme an einem „Tag der Demokraten“ am 18. November in Halbe (Dahme-Spreewald) aufgerufen.

Anlass ist der Volkstrauertag, zu dem sich seit Jahren Neonazis in dem kleinen Ort versammeln, um ein sogenanntes Heldengedenken zu veranstalten. Dagegen sollten die Bürger ein deutliches Zeichen setzen, heißt es in dem gestern veröffentlichten Appell.

In dem südöstlich von Berlin gelegenen Halbe befindet sich mit mehr als 23 000 Gräbern Deutschlands größter Soldatenfriedhof. In der Region tobte im April 1945 die letzte große Kesselschlacht des Zweiten Weltkrieges. „Brandenburg ist ein weltoffenes, tolerantes, fremdenfreundliches Bundesland“, betonen die Verfasser des Aufrufes. Das bedeute, daß es nichts mit denen gemein habe, „die den guten Namen unseres Landes in braunen Schmutz treten wollen“. Der geplante Aufmarsch der Neonazis sei ein Versuch, Brandenburg in Misskredit zu bringen. „Das wollen wir nicht dulden.“

Nach Angaben des Aktionsbündnisses gegen Rechtsextremismus wollen am 18. November renommierte Künstler und Politiker nach Halbe kommen. Bereits am kommenden Samstag (23.9.) will das örtliche Aktionsbündnis ein Rockkonzert gegen Rechtsextremismus organisieren. (dpa/ta)”

Es ist mal wieder so weit und darf natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen. Jedes Jahr treffen sich bekennende “Neonazis” in Halbe, Deutschlands größtem Soldatenfriedhof ein, um den im Krieg für Deutschland gefallenen Soldaten zu gedenken. Für den Landtagspräsidenten ist es natürlich ein Skandal, Soldaten, die für dieses Land im Dienst standen, nachzutrauern, weshalb er die Bürger dazu aufruft, “ein deutliches Zeichen zu setzen“.

Gilt bei den Juden also die Maxime “gegen das Vergessen”, wird ziemlich schnell ein “für das Vergessen” daraus, wenn es um deutsche Opfer geht. Und wenn, wie in diesem Beispiel, es tatsächlich noch einige letzte Patrioten für angebracht halten, einen Volkstrauertag zu veranstalten, ist ziemlich schnell von “Ewiggestrigen” und “Neonazis” die Rede. Doch welche Logik vermag dies zu sein?

Lasst mich rekapitulieren: Wenn es sich um ausländische Opfer handelt, ist es gar wünschen- und lobenswert und nur im Zeichen unseres historischen Bewusstseins, ihnen mehrere hundert Milliarden Euro zu geben, ihnen Mahnmale zu erbauen und ewige Rente für jeden, der im entferntesten auch nur einen Juden aus der “schlimmen Zeit” kannte, auszustellen, gleichzeitig ist es jedoch “ewiggestrig”, unseren deutschen Soldaten nachzutrauern. Was ich nun schlicht als Volksverhetzung bezeichnen würde, ist in den Augen anderer Demokratie – wie humoristisch!

Es ist in der Tat eine sehr traurige Entwicklung, wenn in diesem Land das große Schweigen der Lämmer herrscht, wenn es um Millionen gefallener Soldaten, abermillionen Verwundeten, um Frauen, Kinder und Großeltern geht, welche nach dem Krieg (!) dem alliierten Bombenterror zum Opfer fielen, oder aber auch um die unfassbare Zahl von 15 Millionen Vertriebenen, von denen wir aus Konrad Adenauers Memoiren entnehmen können, nur die Hälfte auch ankamen, und natürlich auch nicht zuletzt um den Verlust von fast einem Drittel deutschen Bodens.

Aber dem nicht genug, zu diesem “für das Vergessen” kommen nun auch noch Menschen wie die Brandenburgische Regierung und der Landtagspräsident, stellen sich öffentlich hin und fordern tatsächlich die Bürger auf, ein Zeichen gegen das Gedenken zu setzen. Diese Volksverräter sollten sich Fragen, in welchem Land sie leben, welcher Regierung sie dienen und welchen Schwur sie einst geleistet haben.

Umso trauriger ist es, dass man im Ausland, ja selbst in Israel (!) bessere Worte für unsere gefallenen Kameraden übrig hat, als es in diesen Land je möglich wäre. Martin van Creveld, israelischer Militärhistoriker, gesteht unseren Soldaten zu, dass sie besser als jede moderne Streitkraft Disziplin und Initiative verkörperte, und dass sie insgeheim das “Vorbild” der israelischen Armee sei, ohne dass sie die Qualitäten der Wehrmacht je erreicht hätten.

Und auch aus Frankreich hat man gute Worte übrig. Kein geringerer als der französische Staatspräsident Mitterand erklärte anlässlich zum 50. Jahrestags des Kriegsendes, dass die deutschen Soldaten tapfer waren, den Verlust ihres Lebens hinnahmen und ihr Vaterland liebten. Dem fügte Mitterand noch folgendes hinzu, ein Satz, für den ich ihm meinen tiefsten Respekt zolle: “Ich verneige mich vor ihnen allen und ihnen gehört meine Hochachtung und Verehrung.“.

Wohl gemerkt, das sind nicht Worte eines deutschen Politikers oder eines deutschen Militärhistorikers, nein, es sind die Worte eines Juden und eines französischen Staatspräsidenten. Traurig, nicht mehr und nicht weniger.

Kategorien: Geschichte