Logiker mögen mir mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Behauptung, dass jede Grenze und Demarkationslinie auf unserem schönen Gesteinsplanet Erde eine Art „Denkmal“ für ein Areal darstellt, auf welchem zwei duellierende und der Domestikation zum Opfer gefallenen Völker sich bis zum letzten Tropfen Blut die Schädel eingeschlagen haben, um letzendlich ihre territoriale Markierung für die Nachwelt zu hinterlassen, Recht geben. Diese Markierungen haben sich im Laufe der Zeit einer steten Verschiebung hingeben müssen, sodass sie ein ganzes Geschichtsbuch – so es eins gäbe – für sich alleine beanspruchen würden.
Die traurige Ausnahme bei dieser Veranschauung nennt sich ein Gebiet namens „Israel“ im Nahen Osten. Es mutet beinahe wie ein zurechtgestutztes Phänomen oder chronischem Eskapismus, wenn eben diesem Gebiet durch weltgeschichtliche Zusammenhänge in den letzten 60 Jahren eine so außerordentlich „wichtige“ Rolle zuteil geworden ist. Umso erstaunlicher ist der Zustand der Hypnose, in welcher sich leider immer noch viel zu viele Menschen befinden, wenn es um dieses Thema geht. Beinahe avantgardistisch fungiert hier der ehemalige Präsident der USA, Jimmy Carter, welcher kürzlich mit seiner Äußerung, Israel führe in Nahost ein Apartheidsregime, auf Kritik in Kreisen des „Jewish Establishment“ in den USA stieß. Carter bezog in seinem neuen Buch „Palestine: Peace Not Apartheid“ erstmals Stellung und monierte das Vorgehen Israels gegen die Palästinenser als himmelschreiendes Unrecht.
In seinem Buch spricht Carter Dinge an, die man in Kreisen der ach so „freien“ Presse, die, wenn es um Israel geht, alles andere als „frei“ ist, nicht sehr gerne thematisiert. Zu groß ist die Angst nach den roten und grünen Hampelmännern und Lobbyisten in den Machtzentren und Regierungen dieses Landes, welche kritische Außeinandersetzungen mit Deutschlands „dunkler Geschichte“ nur zu gerne als Anlass nehmen, demokratische Abnormitäten wie „Volksverhetzung“ in den Gesetzestexten zu verankern.
Während Juden das Recht neue Siedlungen auf unrechtmäßig annektiertem Gebiet zu erbauen gewährt wird, wird dies den Palästinensern, laut Cartner den „wahren Besitzern dieses Landes“, nicht selten mit Gewalt, verwährt. Während man seitens Israel solche Vorwürfe tagtäglich bestreitet, fahren Juden in der okkupierten WestBank auf einer eigens für sie erbauten, „jüdischen Straße“, während Palästinenser eine für sie vorgesehene Straße benutzen müssen – ein Zustand, der im Angesichts der oftmals empörten Haltung Israels paradoxer nicht sein könnte.
Doch was nützt den Palästinensern diese Straße, dürfen sie ja in den meisten Gebieten der WestBank ohnehin nicht ihr eigenes Fahrzeug benutzen, ja werden sogar durch Blockaden der israelischen Armee in ihrem natürlichen Transportfluss behindert. Ebenfalls Gegenstand von Carters Kritik sind die Ankündigungen Olmerts, in Maskiot, in unmittelbarer Nähe des Jordan, erstmals seit dem Oslo Abkommen neue, jüdische Siedlungen außerhalb Jerusalems gründen zu wollen. Ein Vorhaben, mit welchem man nicht nur den Ärger seines engsten Verbündeten, der USA auf sich zog, würde Israel damit nämlich gegen zwei eigens mit den USA geschlossenen Abkommen verstoßen.
Shulamit Aloni, ihres Zeichens ehemalige Bildungsministerin Israels und zweifache Preisträgerin des „Israel Preis“ sowie des „Emil Grunzweig Menschenrechtspreis“ von der Organisation für Menschenrechte in Israel , kritisierte in einem Artikel das israelische Militär, welches sämtliche, palästinensischen Dörfer sowie Städte in „eingezäunte Gefangenenlager“ verwandelt hätte, mit dem Ziel, stehts ein Auge auf die Palästinenser zu haben sowie deren Leben „nachhaltig zu schädigen“ und um ihnen „Leiden zuzufügen“.
Wie schon Carter erwähnte Aloni in ihrem Artikel ebenfalls die unterschiedliche Einteilung, wer welche Straße befahren darf und wer nicht. Wie aus den guten, alten Zeiten der Sklavenhaltung in den USA wird hier nicht nach Farbe, dafür umso mehr nach Religion und Rasse selektiert und unterschieden – und sollte sich ein Palästinenser mit seinem Vehikel doch einmal auf die nur für Juden vorgesehene Straße verirren, wird es mit sofortiger Wirkung mit der Begründung „this is a Jews-only road“, beschlagnahmt. Aloni weiter: „Wir (Israel) kennen den Palästinensern das Recht auf Menschenwürde ab. Wir stehlen ihnen ihr Land, ihr Wasser und verhängen Kollektivstrafen über Millionen von Menschen und zerstören im rachegetriebenem Wahnsinn die Elektrizitätsversorgung von über einer halben Million Zivilisten. Palästinensische Arbeitnehmer können nicht ausbezahlt werden, da Israel über 500 Millionen Shekel in seinem Besitz hält, die den Palästinensern gehören“.
Diese Vorgehen passen so garnicht in die per Manifest verankerten „Leitlinien“ des beliebten Onlineblogs „Politically Incorrect“, welche sich auf der einen Seite stehts auf die „Wahrung der Menschenrechte“ oder dem „Recht für ein Leben in Frieden und Freiheit„ berufen, sich auf der anderen Seite jedoch in jeder Hinsicht „pro amerikanisch- und israelisch“ zu geben versuchen und sich an Exekutionsvideos des gehängten Diktators Saddam Hussein ergötzen. Wenn man wie bei Politically Incorrect einem einmal konditionierten Ablauf so kapriziös verfolgt, wird sich die potentielle Kreativität der dort tätigen Autoren nie über einen Nullpunkt hinausentwickeln und stempelt sie zu den gleichen, domestizierten und larvalen Fundamentalisten ab, wie man es selbst stets den Moslems vorzuwerfen versucht.
Die dekadente Doppelmoral bei PI geht bis hin zur Forderung, das irakische Volk müsse der USA dankbar sein, immerhin hätten ja schon über 3000 US-Soldaten im Irak ihr Leben gelassen. Man bezichtigt den Irak gar der Unfähigkeit, seine „Chance auf Frieden, Wohlstand und Demokratie“ zu nutzen. Ob die Zahl der 3000 US-Marines in irgendeiner Relation mit den 654.965 (Stand 08.01.2007) toten Irakern steht, welche Bush seit Anbeginn des Irakkriegs zu verantworten hat, darüber macht man sich bei PI keine Gedanken. Selbst jüdische Kreise in den USA vermelden leise, dass die Taten eines Bush die eines Saddam Hussein bei weitem übertreffen, einige davon forderten vor dessen Tod an 30. Dezember gar, man solle Hussein als Präsident des Iraks zurückholen.
Der Irak, vor 1979 ein sich am Boden befindliches, instabiles Konstrukt, fand unter Saddam Hussein erstmals einen gewissen Grad der Stabilität. Neben der Modernisierung der irakischen Wirtschaft, der Verwaltung von Polizei sowie dem Aufbau der Industrie, war es einzig und alleine Saddam Hussein, welcher aus den Trümmern des Iraks ein aufstrebendes Land machte und für die Mechanisierung der Landwirtschaft verantwortlich war. Neben Bildung und Einführung der Schulpflicht revolutionierte Hussein die öffentliche Dienste, den Transport, die Erziehung sowie die Erneuerung der elektrischen Infrastruktur. Das einzige, das die Amerikaner im Irak bisher vollbracht haben ist es, die Alphabetisierungsrate von 90% unter Hussein bestärkt durch die Zerstörung von Schulen während des Krieges auf 24% herunterzuschrauben. (Quelle: Unesco)
Dabei sollten sich die Amerikaner endlich einmal entscheiden und sich und ihren Anhängern nicht immer einem Wechselbad der Gefühle aussetzen. Leistete man 1982 für Saddam Hussein nämlich noch eine milliardenschwere Hilfe um die Iraner zu bekämpfen, gab man 1983 den Iranern Waffen, um ihrerseits die Iraker zu bekämpfen. Während der Irak 7 Jahre später 1990 mit größtenteils amerikanischen Waffen Kuwait überfiel, entschied man sich in den USA ein Jahr später in den Irak einzumarschieren, um die Zustände in Kuwait wieder herzustellen. Und auch die Finanzsprinze von 250 Millionen Dollarn aus dem Jahre 2000 an das angeblich talibanregierte Afghanistan lässt die Glaubwürdigkeit der USA nicht gerade in gutem Licht erscheinen.
Wenn man jedoch wie bei den Fundamentalisten von PI eine Generalisierung als Dogma erhebt und somit bereit ist das Denken freiwillig einzustellen, stellt sich ein gewünschter Lernprozess leider ein. Immer mehr habe ich den Eindruck, dass PI ein jüdisches Projekt unter vielen ist, welches versucht, durch „Entertainment“ und gewolltes Schockieren alle Deppen und Gojims gegen Moslems, selbst wenn diese in ihrem Land sesshaft sind, zu mobilisieren.
Freilich wird man in Deutschland die Probleme bezüglich der Integration bei vor allem türkischen Migranten keineswegs durch Bereitstellung einer komplett türkischen Infrastruktur lösen können, was jedoch uns, vor allem aber den USA und Israel keineswegs das Recht gibt, in das Selbstbestimmungsrecht fremder Nationen einzugreifen, um ihnen eine Demokratie aufzuzwingen, welche nichteinmal in so hochentwickelten Ländern wie Deutschland funktioniert. Dieses internationalistische Streben läuft der Evolution und der Vielfallt der Rassen klar zuwider und verwährt biologische Selbstständigkeit. Sollte dies die westliche Wertegemeinschaft personifizeren, die in Kreisen liberaler Verblendeter so gerne propagiert wird, können nicht nur der Irak, der Iran sowie Palästina, sondern auch Deutschland gut und gerne darauf verzichten.